Keine Brandrodung für Soja-Importe in die Schweiz

 

 

Positionspapier, 29. August 2019

Das Soja Netzwerk setzt sich für einen verantwortungsbewussten Anbau und eine nachhaltige Beschaffung von Futtersoja ein. Die acht Sojabeschaffer des Netzwerks importieren zu 98 Prozent verantwortungsbewusst produzierte Soja.

Der Importanteil verantwortungsbewusster Soja im Gesamtmarkt lag damit im Jahr 2018 bei mindestens 90 Prozent. Ob die restlichen 10 Prozent der Soja-Importe zertifiziert sind, kann das Soja Netzwerk nicht beurteilen.

Martin Rufer Schweizer BauernverbandNachhaltigkeit ist für die Schweizer Landwirtschaft sehr wichtig, das gilt auch in der Nutztierfütterung. Daher setzen die Tierhalter in der Schweiz verantwortungsvoll produzierte und GVO-freie Soja in der Fütterung ein. Das ist ein weiterer Beweis für die Einzigartigkeit der Schweizer Landwirtschaft.
Nora Meier Lidl SchweizAls Händler von tierischen Produkten nutzen wir unsere Schlüsselposition zwischen Produzenten und Konsumenten um entlang der Wertschöpfungskette aktiv Verantwortung für die Nachhaltigkeit unserer Produkte zu übernehmen. Dazu gehört ein verantwortungsbewusster Anbau von Futtersoja, den Lidl Schweiz durch seine Mitgliedschaft im Soja Netzwerk Schweiz und mit der Lidl Soja Initiative fördert.
Reto Burkhardt Schweizer MilchproduzentenAuch im Grasland Schweiz spielt Eiweiss, in der bedarfsgerechten Fütterung der Milchkuh, eine wichtige Rolle. Der Einsatz nachhaltig produzierter Soja ist im zunehmend härteren internationalen Marktumfeld von Milch und Milchprodukten, ein wichtiges Differenzierungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz.
Kurt Egli Egli MühlenDie Egli Mühlen AG legt besonderen Wert auf ihre Unabhängigkeit in der Beschaffung von nachhaltigem Sojaschrot und setzt sich für eine verantwortungsbewusste Sojaproduktion ein. Soja ist der wichtigste Eiweisslieferant für unsere Mischfutter. Neben der Nachhaltigkeit weisst unser Soja eine hohe Qualität aus und ist bestens geeignet für eine leistungsorientierte Fütterung. Die Egli Mühlen AG setzt sich für eine aktive und offene Kommunikation auf jeder Stufe der Lebensmittelproduktion, bis zum Konsumenten, ein.
Thomas Eberle ALDI SUISSEAls verantwortungsvoller Schweizer Detailhändler setzen wir uns für eine nachhaltige Produkteentwicklung ein. Der nachhaltige Bezug von umweltfreundlichem Soja in Futtermitteln zeigt unser unternehmerisches Engagement gegenüber Umwelt, Mensch und Tier, ganz im Sinne unseres Nachhaltigkeitsprogramms „Heute für Morgen“. Mit der Mitgliedschaft bei Soja Netzwerk Schweiz bekennen wir uns auch zur Schweizer Landwirtschaft.
Katrin Oswald WWF SchweizDas Soja Netzwerk zeigt pionierhaft, dass ein ganzer Markt auf verantwortungsvoll produzierte Soja umgestellt werden kann. Für eine verringerte Umweltbelastung durch die Fleischproduktion muss die Politik Raufutter weiter fördern und die Konsumenten Fleisch mit Mass geniessen.
Engelbert Daehler VolgAls traditioneller Schweizer Detailhändler sind wir mit unseren Volg-Dorfläden seit jeher stark mit der Schweizer Landwirtschaft verbunden. Unsere tiefe Verwurzelung im ländlichen Raum spiegelt sich in unserem klaren Bekenntnis zu Schweizer Nahrungsmitteln wider. Volg unterstützt deshalb die Bestrebungen, dass in der Nutztierfütterung nur verantwortungsvoll produzierter Soja eingesetzt wird.
Samuel Geissbühler UFADie UFA setzt sich für eine erfolgreiche und nachhaltige Tierhaltung in der Schweiz ein. Als Mischfutterhersteller verarbeiten und veredeln wir in erster Priorität inländische Rohwaren (Futtergetreide und Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie) und schliessen damit den sinnvollen Kreislauf der Ackerfrüchte. Bei den importierten Rohwaren achten wir auf Qualität, GVO-Freiheit und Nachhaltigkeit. Seit Jahren setzen wir ausschliesslich verantwortungsvoll produzierte und zertifizierte Sojaprodukte ein.
Reto Hübscher Emmi SchweizDie Nachhaltigkeit unserer Produkte steht und fällt mit der Herstellung der Milch. Für Emmi steht dabei – neben dem Tierwohl – die Fütterung im Zentrum. Ergänzend zu Raufutter kann Soja sinnvoll sein, wenn dieses aus nachhaltigem Anbau stammt.
Bernhard Kammer MigrosSoja soll verantwortungsbewusst produziert werden. Migros begrüsst und unterstützt die Bestrebungen des Netzwerks. Wo möglich geht die Migros weiter und beschafft Soja aus Europa (z.B für die Geflügelmarke Optigal) und setzt auf Raufutter- und Grasland basierte Programme, welche ohne Soja auskommen wie Bio Weide-Beef und Terra Suisse-Wiesenmilch.
Andreas Messerli Bio SuisseBio Suisse lässt ab 2019 nur noch Soja aus Europa für den Knospe-Futtermarkt zu. Wie die restlichen Knospe-Futtermittel stammt auch Knospe-Soja aus kontrollierten und zertifizierten Biobetrieben. Diese produzieren gemäss den Richtlinien von Bio Suisse umweltgerecht, fair und GVO-frei. Wo immer möglich verwenden Biobetriebe das Futter vom eigenen Betrieb.
Raphael Schilling CoopCoop hat mit dem WWF die Basler Kriterien erarbeitet und den Grundstein für das Sojanetzwerk gelegt. Wir unterstützen das Netzwerk, freuen uns an der Leaderrolle der Schweiz und setzen bei den Naturafarm Programmen auf Soja aus Europa.
Philipp Zürcher AgrokommerzDie Firma Agrokommerz AG vermarktet nicht nur importiertes Sojaextraktionsschrot, sondern verarbeitet in der Schweiz vorwiegend westeuropäische Sojabohnen bester Qualität zu Sojakuchen und Sojaöl. Dank der lokalen Verarbeitung wird die Nachhaltigkeit weiter verbessert und allfällige Risiken werden reduziert.

Freiwillige Lösungsansätze von Marktteilnehmern sind besser als Interventionen und Vorgaben des Bundes. Das Soja Netzwerk sollte Mut machen, in anderen Märkten ähnliches zu realisieren.




Zitat Bundesrat Guy Parmelin anlässlich Unterzeichnung Europa Soja Erklärung


Grüne Woche, 18. Januar 2019, Berlin